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Ein tollkühnes Vorhaben

René Wittwers Blog-Journal

Unter dieser Rubrik werdet ihr über den Verlauf des Projektes und Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

Jahresrückblick 2019

Es ist unglaublich wie schnell ein Jahr vergeht. Es ist schon wieder November. Wir haben den letzten Blogbeitrag vor einem Jahr geschrieben. Es ist wirklich wieder Zeit euch auf den neusten Stand zu bringen.

Das Projekt macht langsam aber stetig seinen Weg, und das ist auch gut so. Wie heisst es doch so schön: "Gut Ding will Weile haben". Wir haben die Arbeiten mit JP. Pedrazzini beendet. Der Standort war zu weit weg, und Herr Pedrazzini wahr anderweitig sehr beschäftigt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die geleistete Arbeit.

Wir fanden für diesen Sommer einen geeigneten Hallenplatz, bei der Firma Tauscheck in Gwatt. In ihrem Winterlager konnten wir weiter am Katamaran bauen. Und auch ein Metallbauer wurde in unmittelbarer Umgebung gefunden. Mit Thomas Krebs in Gwatt haben wir einen genialen Metallbauer gefunden, der zwar nicht vom Schiffbau kommt, sich jedoch gut in dieses Projekt einbringt.

Die Box, in die der der Quad auf dem Schiff parkiert wird, konnten wir montieren. Des weiteren wurden die zwei Ruder mit einer speziellen Halterung angebracht. Danach wurde auch der Anhänger zerlegt und die zwei Längsholmen auf dem Katamaran als Verstärkung eingebaut. Des weiteren konnten wir eine Teil des Anhängers als Aussenbordmotorhalterung anbringen. So bleibt vom Anhänger nur die Achse und die Deichsel übrig, die es noch irgendwo zu verstauen gibt. Wir kauften auch einen gebrauchten Segelmast, der jedoch in einem schlechten Zustand ist. Auch ein Grosssegel und eine Fock wurden erstanden. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir das Segelmaterial auch gebrauchen können.

Hinter der Quadbox konnten wir eine kleine Plattform bauen, auf der die Ausrüstungsbox, die auf dem Quad verbaut ist, dann als kleines Steuerhaus dient. Thomas Keller hat sich persönlich der Sache mit dem Steuerhäuschen angenommen. So haben wir einen kleinen geschützten Raum auf dem Schiff.
Des weiteren haben wir 2 gebrauchte Autodachboxen auf Ricardo ersteigert. Das werden unsere Schlafplätze auf der Reise sein.

Wir haben uns entschieden, nach Absprache mit unserem Navalarchitekt, Andreas Kindlimann, den Katamaran weniger breit zu machen. Er ist jetzt noch 3 Meter 50 cm breit, und sollte dadurch kompakter werden. So geht es immer weiter und wir hoffen, dass wir nächsten Frühling das erste Mal aufs Wasser können.

Dran bleiben und durchziehen heisst das Motto. Im nächsten Beitrag können wir euch sicher die ersten Bilder des Katamaran präsentieren. Bis es so weit ist wünschen wir euch alles Gute.

Freundliche Grüsse

Peter und René

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Stand des Projektes im November 2018

Nachdem der Januar vorbei war, suchten wir weiter nach einem Metallbauer oder einer Aluminium-Bootswerft, die sich unserem Projekt  widmen könnte. Das wahr nicht einfach, da viele anderweitig beschäftig sind und kein Interesse an uns zeigten. Deshalb versuchten wir uns selbst als Schiffbaukonstrukteure und zeichneten massstabsgetreue Pläne, aber es blieb meistens bei den Entwürfen.
Wir begannen eine Kiste aus Holz zu bauen in der der Quad später Platz finden soll. Als die Kiste fertig war beschrifteten wir sie mit unserem Logo, und montierten sie auf den Anhänger. So bekamen wir ein Bild, wie das Gefährt als Ganzes aussehen wird. Wir bauten dann vorne auf dem Quad auch noch eine Materialkiste. Jetzt bekamen wir eine Ahnung von den ungefähren Ausmassen des ganzen Switzerlandexpresses. Knappe 9 Meter ist er lang. Die Kiste wurde so auf dem Anhänger positioniert, dass die Gewichtsverteilung richtig stimmte. Wir zurrten sie gut fest und dann ging es auf eine Probefahrt. Es war gewöhnungsbedürftig, doch es funktionierte. So wuden dann ein paar hundert Kilometer gefahren. Auch eine Fahrt auf den Grimselpass war dabei. Es war ein schönes Gefühl mit einer solch starken Zugsmaschine unterwegs zu sein. Man spürte die geballte  Kraft des 1'000 ccm Rotax Motors mit seinen 84 PS.
Leider gab es dann Mitte 2018 einen ungewollten Unterbruch in der weiteren Planung und Realisierung meines Vorhabens. Gesundheitliche Gründe zwangen mich meine langjährigen Tätigkeiten auf dem Thunersee und auf der Strasse zu beenden und das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber aufzulösen. Es folgten zeitaufwändige Untersuchungen, Abklärungen und Therapien. Auch die Suche nach einer geeigneten neuen Arbeit ist alles andere als einfach. Ich blicke aber positiv in die Zukunft, um auch dieses Problem zu meiner Zufriedenheit meistern zu können.
Trotz der gesundheitlichen und beruflichen Widerwärtigkeiten befasste ich mich weiter mit dem Projekt. Peter und ich hatten noch niemanden gefunden der den Katamaran weiter bauen könnte. So wendete ich mich wieder einmal an den Navalarchitekten und fragte in um Rat. Er gab mir eine Adresse und an diese wendeten wir uns. Es vergingen wieder mehre Wochen bis wir uns treffen konnten. Bei dem Gespräch wurden dann die groben Eckdaten des Schiffes besprochen. Die Baupläne wurden durchgesehen und es müssen die Kosten berechnet werden. Eine Offerte werden wir gegen Ende des Jahres bekommen. In der Zwischenzeit heisst es halt warten. So geht es immer weiter mit dem Projekt, langsam zwar, aber Hauptsache ist dass es immer ein kleines Stück vorangeht.
In dem Sinne bleiben wir am Ball.
Mit herzlichen Grüssen
Peter und René

 

 

 

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Stand des Projektes im Januar 2018

Seit September 2017 unterstützt mich mein Kamerad Peter Kopp im laufenden Projekt. Er stellte den Kontakt zu einer Werft her, die uns die Ruder für den Katamaran schickten. Des weiteren erstanden wir einen Anhänger um das ganze Material für den Katamaran zu transportieren. Der Quad offenbart seine Qualitäten, zeigt sich von seiner besten, aber durstigen Seite, und hatte glaube ich, richtig Freude, den beladenen Anhänger zu ziehen. Als Funktions- und Belastungstest wurde der Anhänger mit 700 Kg beladen. Wir fuhren dann ohne Probleme eine steile Bergstrasse hinauf.
Auch wurde ein Plan gezeichnet, auf dem man sieht wie der Katamaran weiter gebaut werden soll. In nächster Zeit wird die Suche nach einer Werft oder einer Metallfirma verstärkt, die die Konstruktions- und Montagearbeiten am Katamaran weiter führen kann. Eventuell findet sich auch eine Privatperson die sich mit Aluminiumschweissarbeiten sehr gut auskennt. Peter Kopp hat zudem eine Firma gefunden die den Hauptmast liefert, um die Besegelung sicher zu stellen. Zu meiner grossen Erleichterung habe ich gute Freunde die mir helfen, auch ohne meine aktive Mithilfe, das Projekt weiter zu führen.
Als kleine Auflockerung habe ich die Zusammenfassung meiner Reise von 1991 auf YouTube gestellt, die man hier anschauen kann.
In diesem Sinne liebe Grüsse und bis zum nächsten Mal.
René und Peter 
 

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Projektpause

Liebe Freunde des Switzerlandexpress.
Leider muss ich euch mitteilen, dass für die nähere Zukunft das "Projekt Switzerlandexpress" aus gesundheitlichen Gründen auf Eis gelegt wird. Eventuell führt später ein Partner unter meiner Regie das Projekt weiter. Ich werde euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.
Mit freundlichen Grüssen
René Wittwer

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Ein gewichtiger Meilenstein

Endlich ist es soweit. Der Quad ist bei der Friedli PowerSports AG in Wohlenschwil abholbereit.

Für die Firma PowerSports war es gar nicht so einfach dieses doch etwas spezielle Gefährt einzulösen. Ich freue mich sehr auf diesen Tag. Ich fahre mit dem Zug nach Brugg und Willi von Arb holt mich am Bahnhof ab. Nach einem feinen Kaffee in Mellingen fahren wir nach Wohlenschwil. Der Quad steht schon bereit.

Peter Friedli begrüsst und herzlich und legt gleich los mit der Instruktion dieses Fahrzeugs. Willi hört auch mit, denn 4 Ohren speichern mehr Informationen als meine beiden. Und es gibt viel Neues aufzunehmen. Wir staunen beide über die Qualität des Fahrzeugs. Nach der ausführlichen Instruktion will ich bei Peter Friedli noch eine can-am Jacke kaufen, als kleines Dankeschön für sein Sponsoring und die ganze Unterstützung und Beratung im Vorfeld des Kaufs. Doch er meint es sei in Ordnung so und schenkte sie mir völlig überraschend. Das ist der Hammer!!! Vielen Dank Peter.

Dann ist es soweit. Die Spannung steigt. Da ich wohl einer der wenigen Kunden bin, die so ein Fahrzeug ohne Probefahrt kaufen, mache ich mich jetzt daran, es kennen zu lernen. Die ersten paar 100 m absolviere ich um das Gebäude. Schon ein wenig komisch, kein Motorrad und kein Fahrzeug mit Steuerrad. Und doch fühle ich mich bereit für den Ritt nach Hause.

Wir verabschieden uns, Willi fährt nach Zürich und ich mache mich auf den Weg Richtung Thun. Ein total neues Fahrfeeling für mich. Donnerknödel wo ist die Bremse, das Gas, der Blinker? Nach ein paar Kilometer geht es immer besser und bald fühle ich mich wohler und sicherer. Da an diesem Wochenende das Swiss Travell Festival in Meierskappel stattfindet, denke ich mir, ich schaue dort noch herein, denn es liegt direkt am Heimweg. Ich stärke mich mit einem warmen Tee und schaue mir einen Vortrag an. Leider fängt es an zu regnen. Nach ein paar Gesprächen mit alten Bekannten, mache ich mich trotzdem auf den Weg. Es regnet richtig heftig, doch ich bin gut eingepackt. Die neue can-am Jacke erweist sich als absolut wasserdicht. Ich habe meinen Quad unter mir, der mich mit seinem kraftvollen Motor via Enlebuch und über den Schallenberg nach Hause bringt. So gegen 21.30 Uhr komme ich dann doch ziemlich müde, aber überglücklich in Gwatt an. Die ersten 160 Kilometer sind geschafft.

Wie viele Kilometer werden es in 2 Jahren sein? Was werden meine Augen, und die Augen des Quad (Lichter) alles sehen und erleben dürfen? Wir werden sehen. Doch es gibt noch viel zu tun. Im Moment geniesse ich mal den irren Sound des Motors vom Quad, und drehe noch ein paar Runden mit der Familie.

Wünsche euch allen einen schönen Tag und bis bald.

René im Glück.

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